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Kaddu Beykat

Nachrichten aus dem Dorf

Fr 25.09.
20:30

  • Regie

    Safi Faye

  • Senegal / 1975
    97 Min. / DCP / OmeU

  • Kino

    Arsenal

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  • Zu Gast: Zeïba Monod, Einführung: Stefanie Schulte Strathaus, Markus Ruff

Diese in nur drei Wochen mit einem kleinen Team gedrehte Dokufiktion ist das bemerkenswerte Ergebnis der partizipativen Zusammenarbeit der senegalesischen Regisseurin Safi Faye mit ihrer Familie und den Bewohner*innen des Dorfes Fad’jal – darunter ihr Großvater, der kurz nach Abschluss der Dreharbeiten verstarb. KADDU BEYKAT erzählt die Geschichte von Ngor, einem jungen Landarbeiter, der sich die Mitgift für eine Hochzeit nicht leisten kann und stattdessen versucht, sich in Dakar durchzuschlagen. Mit einem umfassenden und geduldigen Blick hält Faye zudem die alltäglichen sozialen Rituale und kulturellen Praktiken fest. Der Film wurde seinerzeit aufgrund seiner offenen Kritik an der neokolonialen Agrarpolitik der senegalesischen Regierung verboten. Faye eröffnet den Film, indem sie sich aus dem Off an das Publikum wendet: „Das ist mein Dorf. Meine Eltern sind Bauern und Viehzüchter. Ihr werdet einen Moment bei uns zu Hause verbringen.“ Fayes beeindruckender, wegweisender Spielfilm ist zugleich eine Einladung und ein Akt der Gastfreundschaft. (BAM, New York)

KADDU BEYKAT wurde 1976 und 2024 im Forum der Berlinale gezeigt. Im Jahr 2025 reichte das Arsenal Filminstitut den Film beim „Locarno Heritage Restoration Contest“ ein. Die Jury kürte KADDU BEYKAT zum Siegerfilm; die digitale Restaurierung übernahm Cinegrell. Die Premiere der restaurierten Fassung fand am 8. August auf dem 79. Filmfestival von Locarno statt.

Zeïba Monod ist die Tochter der wegweisenden senegalesischen Filmemacherin und Ethnologin Safi Faye, einer der bedeutendsten Stimmen des afrikanischen Kinos. Sie lebt mit ihrer Familie im Vereinigten Königreich und engagiert sich nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 2023 für die Bewahrung von Safi Fayes künstlerischem Erbe, darunter ihre Filme, Archive und persönlichen Materialien, sowie für die Restaurierung und erneute Präsentation ihrer Arbeiten. Ihre persönliche Perspektive auf Safi Fayes Kino verbindet die Filme mit der Familiengeschichte und dem senegalesischen Erbe, aus dem sie hervorgegangen sind.

Markus Ruff studierte an der Universität der Künste in Berlin im Bereich Visuelle Kommunikation und Kunst und Medien sowie ein Jahr an der Universidad del Cine in Buenos Aires. Beim Arsenal Filminstitut ist er Leiter der Archivprojekte und zuständig für das Sammlungsmanagement sowie Digitalisierungs- und Restaurierungsprojekte. Darüber hinaus führt er Trainings im Bereich Archivierung und Filmerhalt durch.

Stefanie Schulte Strathaus ist künstlerische Leiterin des Arsenal Filminstituts in Berlin. Von 2001 bis 2019 war sie Mitglied des Auswahlkomitees des Berlinale Forum, von 2006 bis 2020 Gründungsdirektorin von Forum Expanded. Sie kuratierte Ausstellungs- und Forschungsprojekte wie Living Archive – Archivarbeit als zeitgenössische künstlerische und kuratorische Praxis (2010–2013) und Archive außer sich (2017–2022). 2021 initiierte sie das seither zweijährig stattfindende Festival Archival Assembly. Schulte Strathaus ist Vorstandsmitglied der FIAF, des Masterstudiengangs Film Culture an der University of Jos in Nigeria sowie des Harun-Farocki-Instituts. Sie ist (mit Vinzenz Hediger) Mitherausgeberin von Accidental Archivism: Shaping Cinema’s Futures with Remnants of the Past (2024).

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